Personensuche
Bevor es die Telefonbücher gab, wurden in grösseren Städten Firmen, Institutionen und Personen in Adressbüchern erfasst.
Als dann fast jeder Haushalt mit einem Telefon ausgerüstet war, übernahmen die Telefonbücher die Rollen der Adressbücher und letztere wurden sukzessive nicht mehr wietergeführt.
Seit der Einführung der Mobilfunknetze haben viele auf den Festenetzanschluss verzichtet und sich ein Handy oder ein Smartphone zugelegt. Als Folge davon werden Telefonbücher nun auch nicht mehr gedruckt. Es ist damit wieder schwieriger geworden, (lebende) Personen zu finden.
Heute gibt es zwar viele Online-Verzeichnisse und Social Media-Plattformen, über welche man Personen noch finden kann, aber kein zentrales Register. Hinzu kommt, dass bei weitem nicht alle einen Account auf Social-Media, WhatsApp oder sonstwo haben.
Weiss ich, wo meine Grosseltern 1940 gelebt hatten, finde ich sie im Adressbuch von 1940 und falls sie damals bereits einen Telefonanschluss hatten, ebenfalls im Telefonbuch.
Für Ahnenforschende wird dies in Zukunft schwieriger werden, weil diese Informationen nicht mehr in gedruckter Form zur Verfügung stehen und im Falle von Mobilfunk-Anschlüssen schon gar keine Verzeichnisse mehr existieren, in denen diese Nummern zu finden wären.
Bestenfalls erhält man Informationen dann noch über die Einwohnermeldeämter, sofern dies die Datenschutzbestimmungen überhaupt zulassen. (In den USA gibt es beispielsweise gar keine Einwohnermeldeämter.)
Seite aus dem Adressbuch von Basel 1952
Seite aus dem Telefonbuch von München 1974

