Sprachprobleme - Übersetzungshilfen
Kannitverstan
Bei der Ahnenforschung kommt man oft "nur" mit der deutschen Sprache nicht weiter. Dann nämlich, wenn:
- Kirchenregister mit lateinischen Texten versehen sind
- man Vorfahren in (tschechischen, dänischen, holländischen, französischen.....) Kirchenregistern sucht
- man entfernte Verwandte in Schweden, Ungarn, Serbien.... gefunden hat und mit diesen gerne kommunizieren möchte
- man Ämter und Archive ausserhalb des deutschsprachigen Raumes anschreiben/anmailen möchte
- ....
Dabei kann es zu Missverständnissen kommen, die zu falschen Schlüssen führen. So wie es dem Handwerksburschen ergangen ist auf seiner Reise in Amsterdam. (Wer das Märchen "Kannitverstan" von Johann Peter Hebel nicht kennt oder nochmals lesen/hören möchte, hat hier Gelegenheit dazu.)
Im Zeitalter des Internets und der KI ist die Verständigung zwischen den Sprachen wesentlich einfacher geworden und es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis wir ein Telefonat mit anderssprachigen Personen führen können, indem wir mit ihnen deutsch sprechen, während sie uns in ihrer Muttersprache antworten. Dazwischen ist dann die KI, die simultan übersetzt und die Sprache auf der jeweils andern Seite der Verbindung in der entsprechenden Sprache und Stimme wiedergibt.
Entsprechende Übersetzungs-Apps fürs Smartphone gibt es ja schon, die Reisende verwenden, die der Sprache des bereisten Landes nicht mächtig sein.
Für die Ahnenforschung ist heute schon einiges möglich.
Die meisten Webbrowser bieten die Übersetzung einer Website in Deutsch (oder einer anderen Sprache) an. Wenn ich mich beispielsweise auf einer Site befinde, die in einer Sprache erscheint, die ich nicht verstehe, kann ich diese übersetzt angezeigt lesen (z.B. tschechische, ungarische, polnische Archive, Kirchenregistersites.....).
Wenn es dann ums Lesen und Verstehen der handgeschriebenen Kirchenregistereinträge geht, ist die KI (noch?) keine Hilfe.
Geholfen hat mir "Glate" ein Übersetzungstool, beim Verfassen eines Briefes an einen Nachkommen eines Cousins meines Vaters. Der Cousin war nach Schweden ausgewandert und seine Nachkommen sprechen entsprechend schwedisch. Offensichtlich wurde der Inhalt verstanden, denn ich erhielt eine Antwort darauf.
Bei den Übersetzungshilfen handelt es sich um Tools, die Sätze und ganze Textpassagen übersetzen können. Natürlich gibt es auch Wörterbücher bzw. Dixionäre. Diese sind hier zu finden:
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Deepl |
Deepl ist ein Online-Tool und läuft direkt im Browser. Dabei können Ausgangs- und Ausgabesprache gewählt werden. Wahlweise kann die Übersetzung auch per Mikrofon reingesprochen werden. Auf der Ausgabeseite kann der Text ebenfalls akustisch wiedergegeben werden. |
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Glate |
Glate ist ein Frontend-Tool, das unter Linux (Ubuntu 25.10) läuft. Offline funktioniert es nicht - der Rechner muss mit dem Internet verbunden sein. Es ist OpenSoure und somit gratis. Eingabe- und Ausgabesprache können gewählt werden - ebenfalls ob man die Daten schirftlich oder akustisch ein- oder ausgeben möchte. Natürlich können Inhalte von Dokumenten, Webseiten usw. auch kopiert und in Glate eingefügt wrden, um sie dann übersetzen zu lassen. Die akustische Ausgabe ist so gut, dass man sie als Sprachtrainer nutzen könnte. |
Deepl
Sowohl mit Deepl, wie auch mit Glate kommt man schnell zurecht.
Ich arbeite mit Glate, weil ich da auch eine "Translation History" habe in denen die bereits übersetzten Texte gespeichert sind und wo ich nach gewissen (bereits übersetzten) Texten (mit Schlüsselwörtern) suchen kann.
Glate